Weihrauch Jemen, 30g

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Weihrauch ist der überbegriff für Räucherwerk aller Art. Gleichzeitig bezeichnet es ein Räucherharz, auch unter dem Namen Olibanum bekannt, das von Bäumen der etwa 25 Boswellia-Arten stammt. Der Weihrauchbaum wächst hauptsächlich wild, da er Versuchen, ihn zu verpflanzen oder zu züchten, zumeist hartnäckig wiedersteht. Er findet sich bevorzugt an den landeinwärts gelegenen Küstengebieten, die sich entlang des Roten Meeres, über den Golf von Aden bis hin zum Oman erstrecken, des weiteren findet man ihn in manchen Teilen Indiens.

Die Weihrauchernte geschieht seit über 3.000 Jahren auf dieselbe Weise: Indem man die Rinde der Boswellia-Bäume auf spezielle Weise mit dem Mangaf-Messer einschneidet – in der Antike war die Technik ein gutgehütetes Geheimnis – regt man die vermehrte Harzproduktion an. Als Qualitätsmerkamal gilt: Je klarer, reiner und weißer das Harz schimmert, desto besser (und teurer) ist es. Eine braune bis rötliche Farbe weist dagegen auf geringere Qualität hin, was sich auch in Duft und Wirkung widerspiegelt. Im Handel sind verschiedene Sorten und Qualitäten vor allem aus Eritrea, Somalia, Indien und Arabien erhältlich.

Der Weihrauch war lange Zeit in fast allen Kulturen das meistverwendetet Harz, dessen Verbrauch den anderer Harze weit überstieg. In vielen arabischen Ländern beduften die Menschen Kleidung und Wohnräume mit Weihrauch. Auch von den Korn- und Speisekammern hielt man durch Weihrauchräucherungen Ungeziefer fern. Während die Juden im Altertum einen nicht-religiösen Weihrauchgebrauch streng ahndeten, verhält sich dies bei den Moslems genau umgekehrt: Weihrauch darf jederzeit, aber keinesfalls zu religiösen Anlässen geräuchert werden. Dies gilt als heidnischer überrest aus vorislamischer Zeit und ist daher verpönt. Dafür kommt der duftende Weihrauch bei anderen Gelegenheiten zum Einsatz: die Frauen im Süden Arabiens beduften noch heute ihre Scham, um sich auf den Liebesakt einzustimmen und ihre Fruchtbarkeit zu steigern.

Weihrauch wurde schon im Alten Testament häufig als Opfergabe und heiliges Räucherwerk erwähnt.Auch heute noch ist er den meisten westlichen Menschen vor allem aus der katholischen Kirche bekannt, wo er in großen Mengen, unterschiedlichen Qualitäten und je nach Geschmack des Pfarrers in Mischungen mit anderen Harzen sowie Kräutern verbrannt wird.

In tibetischen Tempeln wird Olibanum ständig geräuchert. Kranke suchen deshalb vermehrt die heiligen Stätten auf -nicht nur um zu beten, sondern auch um die heilsamen Wirkungen des Rauches zu genießen. Die medizinischen Anwendungen des Weihrauchs in Form von Salben, Tees, Auszügen, Pflastern usw. werden heute auch im Westen wieder populär. Sie reichen von Asthma über Depressionen, Darmerkrankungen, Grippe und Hautentzündungen bis hin zu Schlafstörungen, Sonnenbrand, Zahnfleischentzündungen, Kopfschmerzen und der Behandlung von Tumoren.

Duft und Wirkung: In der Räucherung klärt Weihrauch die Sinne, lenkt den Blick aufs Wesentliche und spannt den Bogen zwischen den stofflichen und spirituellen Ebenen des Seins. Mit seinem süßlich-schweren, sakralen Duft schafft er eine Atmosphäre von Klarhheit, Reinheit und Ruhe, wobei er anregend und zugleich entspannend wirkt. Andacht und Meditation erfüllt der Weihrauch mit dem Geist des Erhabenen und Ewigen.

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